Home > Krankheitsbild
Nobivac

Krankheitsbild

Die Leptospiren verteilen sich nach der Infektion mit dem Blutstrom in verschiedene innere Organe, wodurch etwa eine Woche nach der Infektion erste unspezifische Symptome wie Fressunlust, Erbrechen und Fieber auftreten können. Im weiteren Verlauf zeigen sich -je nach betroffenen Organen- unterschiedliche Krankheitssymptome. Die Tiere sind abgeschlagen, zeigen manchmal Gelbsucht, Muskelzittern oder blutigen Durchfall infolge schwerer Schäden im Magen-Darm-Trakt. Häufiges Harnabsetzen tritt bei Befall der Niere auf, das oft in einem Nierenversagen endet. Auch eine Beteiligung der Lunge ist möglich, in diesen Fällen werden Husten (eventuell mit Blut im Auswurf) und Atemnot beobachtet. Vor allem für ungeimpfte Tiere kann eine Infektion tödlich verlaufen. Eine Todesrate von 10-50 Prozent ist möglich.

Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf eine Entzündungsreaktion sowie auf Störungen der Blutgerinnung geben. Außerdem können die Nierenwerte, die Gallefarbstoffe sowie die Leberenzymaktivität erhöht sein. Mit Hilfe spezieller diagnostischer Labortests kann die Verdachtsdiagnose dann abgeklärt werden.

Generell wird die Bedeutung der Caninen Leptospirose in der Praxis jedoch immer noch unterschätzt, da insbesondere mild verlaufende Infektionen vom Besitzer nicht registriert und auch häufig in der Praxis nicht oder erst beim Auftreten von schweren Symptomen und damit verbundenen Organschäden diagnostiziert werden.

"Die Leptospirose ist eine Zoonose, die durch Bakterien verursacht wird. Diese Bakterien werden vor allem von Nagetieren mit dem Harn ausgeschieden."