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Infektionsquellen

Bei der Leptospirose spielt das Erregerreservoir eine große Rolle. Über den Urin wird die Umwelt mit dem Erreger verseucht und andere Tiere können sich durch den Kontakt mit infektiösem Urin und der kontaminierten Umwelt (Gewässer, Pfützen, Erde, Schlafstelle, Wasser, Futter usw.) anstecken.

Durch kleine Haut- oder Schleimhautverletzungen dringen die Leptospiren in den Körper ein. Als derzeitiger Hauptübertragungsweg gilt die Aufnahme von mit Nagerharn verschmutztem Wasser, wie es vor allem in stehenden Gewässern und Pfützen während der Sommermonate vorkommt. Auch beim Baden in verseuchten Gewässern kann sich der Hund infizieren.

Weitere, wenn auch weniger bedeutende, Übertragungswege sind der indirekte Kontakt zu kontaminierter Erde, Futter und Schlafstellen sowie die direkte Erregerübertragung durch Kontakt mit dem Urin infizierter Hunde, durch den Paarungsakt, durch Bisse sowie durch Fressen von infiziertem Gewebe (Kadaver). Außerdem können Leptospiren die Gebärmutter passieren, so dass infizierte Hündinnen die Erreger bereits im Mutterleib auf ihre Welpen übertragen können.

Bei der Verbreitung und der Kontamination der Umwelt spielen neben Nagern aber auch nicht ausreichend therapierte und unerkannt infizierte Hunde eine wichtige Rolle. Sie können Monate lang bis hin zu mehreren Jahren den Erreger immer wieder intervallartig über den Urin ausscheiden.

"Die Bakterien befinden sich in der Umwelt und dringen über kleine Verletzungen in der Haut oder Schleimhaut in den Körper ein. Eine besonders große Gefahr geht von stehenden Gewässern aus."