Home > Impfung
Nobivac

Impfung

Die wichtigste Vorbeugemaßnahme gegen Leptospirose ist die regelmäßige Impfung. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am FLI sieht die Immunisierung gegen Leptospiren zweifelsfrei als sogenannte Core-Impfung an. Das bedeutet, es sollte jeder Hund unabhängig von Haltungsbedingungen und Alter gegen Leptospirose geschützt sein. Dies nicht zuletzt aufgrund des bestehenden Zoonoserisikos. Angesichts der in Deutschland vermutlich vorherrschenden Serovare ist es wichtig, den Impfschutz auf die Serogruppen Grippotyphosa und Australis auszudehnen.

Der Impfschutz ist nach der Grundimmunisierung (zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen) mindestens jährlich aufzufrischen. In Gebieten, in denen der Erreger bzw. die übertragenen Wirte weit verbreitet sind oder bei hohem Infektionsrisiko, wie es z.B. bei Jagdhunden und bei „Wasserratten“ wie Retriever besteht, ist die Einhaltung dieses Impfintervalls essentiell. Im Sommer sollte zudem darauf geachtet werden, dass der Hund kein Wasser aus stehenden Gewässern oder Pfützen aufnimmt.

Beträgt der Abstand zwischen zwei Auffrischimpfungen länger als 18 Monate, sollte erneut eine Grundimmunisierung erfolgen (WSAVA 2016). Außerdem sollten auch Hunde, die eine Infektion durchstanden haben, nach der Genesung entsprechend der Herstellerangaben geimpft werden, da die Immunantwort gegen Leptospiren weitestgehend vom Bakterienstamm (Serovar) abhängig ist und nicht lange anhält (European consensus statement).

Während lange Zeit Leptospirose-Impfstoffe erhältlich waren, die nur gegen zwei Stämme Schutz boten, wird seit einigen Jahren von der MSD Tiergesundheit ein Impfstoff gegen vier Leptospiren-Serovare angeboten (L4). Er enthält die Serovare Canicola, Icterohaemorrhagiae, Australis und Grippotyphosa. Inzwischen gibt es weitere Impfstoffe mit mehr als 2 Serovaren.
Fragen Sie Ihren Tierarzt / Ihre Tierärztin!

"Die wichtigste Vorbeugemaßnahme gegen Leptospirose ist die regelmäßige Impfung. Jeder Hund sollte dagegen geimpft sein."